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Greene

Kirche Greene

Die wichtigste Kirche in Greene ist die St. Martin-Kirche Greene. Ihre Baugeschichte reicht vermutlich bis in das frühe Mittelalter zurück und ist eng mit der Christianisierung des südlichen Niedersachsen verbunden.

Frühe Anfänge im 8. Jahrhundert

Nach Überlieferungen ließ der Abt Sturm von Fulda um das Jahr 770 zwölf dem heiligen Martin geweihte Kirchen errichten. Auch Greene erhielt damals eine Martinskirche, die als Hauptkirche des Kirchspiels diente. Die Missionierung stand im Zusammenhang mit der Ausbreitung des Christentums unter Karl dem Großen.

Archäologische Untersuchungen während Restaurierungsarbeiten (1977–1980) brachten Hinweise auf einen noch älteren Gründungsbau ans Licht. Dabei wurden Keramikfunde entdeckt, die möglicherweise sogar vor dem Jahr 1000 datieren.

Mittelalterliche Kirche und Zerstörung

Die ursprüngliche romanische Kirche wurde im Jahr 1424 zerstört. Ursache waren Machtkämpfe zwischen den Herzögen von Braunschweig und dem Hochstift Hildesheim um das Erbe der Herren von Homburg und die nahegelegene Burg Greene.

Neubau von 1439

1439 wurde die Kirche durch die Brüder von Rauschenplat neu errichtet. Eine Inschriftentafel mit ihrem Wappen ist noch heute an der südlichen Außenwand erhalten. Der heutige Kernbau der Kirche stammt überwiegend aus dieser spätgotischen Wiedererrichtung.

Über dem Haupteingang befindet sich außerdem ein barocker Reliefstein mit zwei Engeln und einem geflügelten Herzen aus rotem Sandstein, der vermutlich ebenfalls auf diese Bauphase zurückgeht.

Erweiterungen und Umbauten

Die Kirche wurde in mehreren Jahrhunderten immer wieder verändert:

größere Umbauten bereits um 1578

Erweiterungen 1690 und 1716

Veränderungen im 19. Jahrhundert

neue Schieferdeckung des Turms 1935

umfassende Grundsanierung von 1977 bis 1980

1975–1980 fanden besonders wichtige Restaurierungsarbeiten statt. Dabei wurden nicht nur archäologische Grabungen durchgeführt, sondern auch historische Wandmalereien und ältere Baustrukturen untersucht. Die Wiedereinweihung erfolgte 1980 zur 1000-Jahr-Feier des Fleckens Greene.

Ausstattung der Kirche

Im Inneren befinden sich mehrere bedeutende historische Kunstwerke:

ein spätmittelalterlicher Altarschrein aus dem 15. Jahrhundert

ein Kanzelaltar von etwa 1690

ein wiederentdeckter Taufengel aus dem 17. Jahrhundert

eine große Mosesfigur

historische Glocken und die Turmuhr

Die Kirche gilt heute als eines der bedeutendsten historischen Bauwerke im Leinetal rund um Greene.

 

(Infomationen vom Heimatverein Greene)

Die Kirchenorgel

Die Orgel der St. Martin-Kirche Greene hat eine lange Geschichte und gehört zu den bemerkenswerten Ausstattungsstücken der Kirche.

Wichtige Informationen zur Orgel:

Die erste bekannte Orgel wurde um 1690 vom Orgelbauer Andreas Schweimb gebaut.

Später erfolgten mehrere Erweiterungen und Umbauten, unter anderem 1864 durch die Gebrüder Euler.

Die letzte große Restaurierung wurde 1981 von der Firma Schmidt & Mappes durchgeführt.

Heute verfügt die Orgel über:

21 Register

2 Manuale

Pedalwerk

 

Kirche Greene