Garlebsen
Kapelle Garlebsen
Inmitten des Ortskerns von Garlebsen gelegener Kapellenbau. Es handelt sich um einen im Kern mittelalterlichen Saalbau aus Bruchsteinen mit Einfassungen und Eckquaderungen in rotem Sandstein und unter Satteldach. Im Westen wird der Bau bekrönt von einem quadratischen, verschieferten Dachreiter von 1911, über dem Türsturz Inschrift 1878.
Bei dem Kapellenbau handelt es sich um einen Bautyp, dessen Ursprung in das Mittelalter zurückgeht und einst mehrgeschossig war. 1910 lag über dem Kapellenraum noch ein zweites Geschoss mit mehreren Fensterschlitzen. Durch die Anhebung der Decke in Höhe der Mauerkrone im Jahr 1935/1937 wurde der Raum verändert. Auch wurden 1910 die Fenster und die spitzbogige Tür zugesetzt und zu den heutigen rechteckigen Öffnungen umgestaltet. Die Inschrift 1878 über dem Türsturz verweist auf einen weiteren, früheren Umbau des Gotteshauses. Neben seiner eigentlichen Zweckbestimmung als Andachtsraum diente die kleine, einst mehrgeschossige Kapelle auch als Speicher und wehrhafter Rückzugsort bei kriegerischen Auseinandersetzungen. Am Erhalt der Kapelle besteht aus ortsgeschichtlichen Gründen, aufgrund des Zeugnis- und Schauwertes für die Bau- und Kunstgeschichte, durch beispielhafte Ausprägung eines Stils und / oder Gebäudetypus sowie aufgrund der städtebaulichen Bedeutung von prägendem Einfluss auf das Ortsbild ein öffentliches Interesse.
(Kapelle (Bauwerk) - Denkmalatlas und Objektportal des Niedersächsischen Landesamtes für Denkmalpflege)
Unsere Kapelle in Garlebsen
